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Kostenlose Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterial für die Grundschule zum Thema Nomen Kostenlose Arbeitsblätter Nomen

Nomen, auch Hauptwörter genannt, sind eine große Untergruppe der Wortarten. Sie bezeichnen Gegenstände, Personen, Lebewesen oder abstrakte Begriffe. Sie besitzen ein grammatisches Geschlecht und müssen dekliniert werden. Für Grundschüler ist vor allem der Aspekt der Groß- und Kleinschreibung bedeutend. Da alle Nomen groß geschrieben werden müssen, liegt hier ein besonderer Schwerpunkt der Unterrichtsarbeit. Daneben ist aber auch die Einführung des grammatischen Geschlechts inklusive der bestimmten Artikel wichtig, da die Schüler hier zunehmend zu Fehlern neigen. Im weiteren Verlauf der Grundschulausbildung kommt die Deklination, die Anpassung an den grammatischen Fall, zum Anforderungsniveau hinzu.

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Kinder müssen lernen, was Nomen überhaupt sind

In der Grundschule wird der Begriff Nomen, auch Substantiv genannt, sowohl für tatsächlich existierende Dinge und Lebewesen als auch gedachte Sachverhalte (zum Beispiel Geduld oder Liebe) verwendet. Nomen zählen zu den deklinierbaren Wortarten, weshalb ihnen in jeder Form Genus (Geschlecht), Numerus (Zahl) und Kasus (Fall) zugeordnet werden können. Je nach Genus wird jedes Nomen von einem Artikel begleitet, das die Schüler gleich dazulernen sollten.

Welche Arten von Nomen gibt es?

Im Laufe ihrer Grundschulzeit werden die Kinder verschiedene Arten von Nomen kennenlernen:
Gegenstandswörter (Konkreta), wie Eigennamen (Max, Deutschland), Gattungen (Mensch) und Stoff (Holz, Silber) Begriffswörter (Abstrakta), z.B. Hass und Freude

Das Genus eines Nomens

Wird das Thema Nomen in der Grundschule behandelt, dann müssen die Kinder auch lernen, was ihr Genus ist. Dieser bezeichnet das Geschlecht eines Nomens, das entweder maskulin (männlich), feminin (weiblich) oder neutral (sächlich) sein kann. Da es für die Schüler vom Wort selbst nicht ersichtlich ist, welches Genus es trägt, werden die Artikel (der, die, das) stets im Duden angegeben und sind idealerweise zu lernen. Daneben ist es hilfreich, sie mit einigen Nachsilben vertraut zu machen, die auf das Geschlecht hinweisen, wie zum Beispiel -ent bei Dirigent oder -ling bei Schmetterling, die maskulin sind. Häufige weibliche Nachsilben sind -ei (die Bücherei) oder -heit (die Einheit), die von den Kindern gelernt werden sollen.

Hinzu kommen einige Wortgruppen, die demselben Geschlecht angehören. Gerade bei der Behandlung von themenspezifischen Nomen ist es möglich, die Kinder über verschiedene Übungen darauf aufmerksam zu machen.

Immer maskulin sind:

  • männliche Personen (der Mann),
  • Jahreszeiten, Tage und Monate (der Winter),
  • Niederschläge (der Regen),
  • Himmelsrichtungen (der Norden) und
  • Automarken (der Opel).

Dagegen sind immer feminin:

  • weibliche Personen (die Frau)
  • und Zahlen (die Eins)

Da das Genus wie beschrieben von den Schülern meist erst durch den Artikel erkannt wird, spielen auch diese im Unterricht eine wichtige Rolle. Artikel werden in bestimmte (der, die, das) und unbestimmte (ein, eine) eingeteilt und ebenfalls dekliniert. In der Verwendung von Nomen ist es nicht immer nötig, sie mit ihren Artikeln aufzuführen, was die Kinder beim Schreiben eigener Texter schnell merken werden. Beispiel: Max isst am liebsten Nudeln.

Singular und Plural eines Nomens

Wie auch schon innerhalb der Zuordnung des Genus ist die Bildung des Plurals, also der Mehrzahl, von Ausnahmen und Sonderfällen geprägt, die eine eindeutige Regelung nicht möglich machen und den Schülern den Zugang zum Thema erschweren kann. Während diese Ausnahmen von ihnen entweder auswendig gelernt oder durch den Sprachgebrauch verinnerlicht werden müssen, gibt es einige häufige Endungen. Zu denen zählen unter anderem -n/en (Mensch – Menschen) und -e (Baum – Bäume). Einige Nomen verändern ihre Form gar nicht (der Fehler – die Fehler), was die Kinder zusätzlich verunsichern kann. Wieder andere treten nur im Singular oder nur im Plural auf. Eltern und Ferien gibt es zum Beispiel nur im Plural, wohingegen von Nichts und Ruhe kein Plural gebildet werden kann. Je früher die Schüler an diese Besonderheiten herangeführt werden, desto leichter wird es ihnen fallen, von vorher aufgestellten Regeln abzuweichen und Ausnahmefälle zu erkennen.

Das Thema Nomen in der Grundschule

Nomen werden als eine der ersten Wortarten bereits in der 1. Klasse eingeführt. Anhand von einfachen Namen und Gegenständen soll in dieser Altersstufe vermittelt werden, was Nomen sind. Zudem wird ihre Großschreibung trainiert und damit bereits ein Teil der Regeln zur Großschreibung abgedeckt. Die Schüler sollen nach und nach bewusst Nomen von anderen Wortarten, wie Adjektiven und Verben, unterscheiden können. Dies geschieht durch einfaches Erfragen, z.B. bei der Frage nach einem Artikel oder Einsetzen in einen kurzen Bedeutungszusammenhang (der/ die/ das große ...). Ihre Funktion zu kennen und auch eigenständig zu nutzen, gewinnt ab der 3. Klasse an Bedeutung.

Neben der Großschreibung und der Funktion von Nomen ist die Verbindung mit ihren Artikeln und die Formenlehre wichtig. Gerade Schülern, die Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache erlernen, fällt die Zuordnung des Genus schwer. Ob ein Nomen maskulin, feminin oder neutral ist, erkennen sie oft erst an den jeweiligen Artikeln der, die und das. Gleichzeitig sollten die Kinder die Unterscheidung von Singular und Plural lernen und diese als Begriffe festigen. Einige schwierige Wörter, wie sich verändernde Formen (der Stuhl – die Stühle), feste Formen (der Fehler – die Fehler) oder Fremdwörter (der Atlas – die Atlanten), sind gesondert zu betrachten und der entsprechenden Klassenstufe und ihrem Wortschatz anzupassen. Die vier Fälle Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ werden meistens erst ab der 5. Klasse Thema des Unterrichts.

Unterrichtsmaterial zum Thema Nomen

Da Nomen in unserer Sprache vielfältig Gebrauch finden, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sie im Unterrichts zu verwenden. Es bietet sich beispielsweise an, Nomen nach Themengebieten zu erarbeiten. Dies kann ganz allgemein geschehen, um zum Beispiel Berufe kennenzulernen und den Wortschatz zu erweitern, aber auch schon problematisierend sein und einen bestimmten Aspekt trainieren.

Auf spielerische Art und Weise können sich Schüler der Vorschule und der 1. Klasse mit Nomen befassen, indem sie die Wörter ausmalen. Dabei lernen sie diese von anderen Wortarten, wie Verben, zu unterscheiden. Um die Großschreibung von Nomen kennenzulernen, eignen sich Arbeitsblätter, auf denen die Kinder den Anfangsbuchstaben der Wörter einsetzen müssen. Da dies die grundsätzliche Schreibkompetenz von einzelnen Buchstaben fördert, sind sie für die 1. Klasse gedacht. In Verbindung mit den Abbildungen stellen die Kinder automatisch die richtige Assoziation her. Der nächste Schritt wäre es, die Zeile unter den Bildern ganz und gar freizulassen, sodass die Kinder das ganze Wort eintragen müssen. Solche Nomen Arbeitsblätter zum Ausdrucken finden sich in der obigen Auflistung zahlreich. Eine weitere spielerische Annäherung sind die Wortschlangen.

Bei ausreichender Schreibkompetenz und ab der 2. Klasse lernen die Schüler die Mehrzahl kennen. Dazu können sie von einem vorgegebenen Nomen die Mehrzahl selbstständig bilden. Um hier differenziert zu arbeiten und schrittweise das Niveau zu erhöhen, solltest Du mit einfachen Wörtern beginnen, die von den Schülern idealerweise bereits im Alltag gebraucht werden, um an ihr Vorwissen anzuknüpfen. So fällt ihnen auch die Bildung von der Mehrzahl mit Umlauten leichter. Diese wird in den Arbeitsblättern gesondert aufgeführt, damit Du sie im Unterricht an geeigneter Stelle umsetzen kannst.

In semantischer Hinsicht ist es hilfreich, Nomen Oberbegriffen zuzuordnen. So erarbeiten sich die Schüler ein tiefer greifendes Verständnis für Wortfelder, was die kognitiven Strukturen aktiviert. Das Thema der zusammengesetzten Nomen eignet sich hierfür ebenfalls. Die Kinder sollen erkennen, dass sie die Bedeutung der beiden Wörter zusammenführen müssen, um den Gesamtsatz zu verstehen. Zudem lassen sich die grammatikalischen Regeln für solche zusammengesetzten Wörter zeigen, die einen Wortstamm besitzen bzw. einer Wortfamilie angehören. Die passenden Arbeitsblätter zu diesem Themenbereich sind unter der Überschrift „Nomen zuordnen“ und „Zusammengesetzte Nomen“ zu finden.

Das Genus und damit die aktive Zuordnung von Artikeln wird ab der 2. bzw. 3. Klasse relevant. Die Arbeitsblätter beschäftigen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit diesem Thema und sind sehr gut im Unterricht integrierbar. Ab dieser Klassenstufe wird nun auch die Bearbeitung von komplexeren Aufgabenstellungen möglich, wozu weniger leicht zugängliche Nomen verwendet werden können (z.B. Loyalität). Diese sollen von den Schülern mit eigenen Worten erklärt werden. Arbeitsblätter, die sich über Nomen hinaus mit dem Leseverständnis beschäftigen, sind unter der Überschrift „Nomen Lückentexte“ angeordnet.

Didaktischer Kommentar zum Arbeiten mit Nomen in der Grundschule

Folgende Inhalte sind mit dem Unterrichtsthema Nomen verknüpft, das sich durch alle vier Klassenstufen der Grundschule zieht:

  • Rechtschreibung: Großschreibung von Nomen
  • Wortartenlehre: Nomen von anderen Wortarten unterscheiden und den sprachlichen Begriff verstehen
  • Grammatik: Nomen Artikel (Geschlecht) zuordnen und die Einzahl/ Mehrzahl bilden können

Unterrichtsinhalte, die mit dem Thema Nomen verknüpft sind und entsprechend im Unterricht eingesetzt werden können, sind:

  • andere Wortarten und ihre Verknüpfung mit Nomen, insbesondere Artikel als Begleiter, Adjektive als beschreibende Zusätze und Pronomen als Möglichkeiten zur Ersetzung von Nomen
  • Textproduktion, bei der die orthographischen Regeln angewandt werden sollen
  • Wortschatzerweiterung
  • Arbeit mit dem Wörterbuch
  • Regeln zur Groß- und Kleinschreibung

Insbesondere auf der Ebene der Textproduktion können die Schüler in der kreativen Auseinandersetzung erfahren, wie vielfältig einsetzbar, aber auch ersetzbar, Nomen sind. Indem die Kinder häufig verwendete Nomen durch semantisch gleichwertige Begriffe oder Pronomen auswechseln, gestalten sie ihren Text lebendiger und eignen sich bei dieser Auseinandersetzung erstes metakognitives Wissen an. Erst, wenn die Schüler bestimmen können, ob ein Wort groß oder klein geschrieben wird, können sie dieses Wissen auf selbst gestaltete Texte anwenden.

Insgesamt wird es in der schulischen Laufbahn immer wichtiger, Wortarten unterscheiden und vor allem ihre Funktion erfassen zu können. Dies trifft nicht nur auf die Schreibkompetenz zu, sondern auch auf das Leseverständnis und den Umgang mit Sprache. Deshalb sind die Übungen zum Arbeiten mit Nomen in der Grundschule unerlässlich.

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